Frischfischzeit
Touristen weg, Fische da: Im Herbst laufen Goldbrassen und Wolfsbarsche in istrischen Lokalen zur Topform auf.
November ist Istrienzeit. Trüffel? Ja, auch, aber da ist beste Qualität sogar hier selten, wir vertrauen eher den Fischmärkten, die im Winter wieder bestens bestückt sind. „Interessant. Kaum sind die Touristen weg, haben wir wieder reichlich eigene Fische,“ schmunzelt der kompetente Kellner vom „Dvi Murve“ am Stadtrand von Porecˇ. Der Fischreichtum hat nichts mit dem winterlichen Touristenrückgang zu tun, im Sommer wollen die Tiere einfach nicht ins Netz. Deshalb fahren wahre Gourmets auch in den kälteren Jahreszeiten zum Fischessen an die Küste zwischen Umag und Pula. Mit dem „Dvi Murve“ haben wir bereits den Porecˇ-Tipp Nr. 1 verraten. Vor dem rustikalen Lokal zeigt eine gut gefüllte Fischvitrine, wo’s lang geht, Richtung Goldbrasse, Wolfsbarsch und Drachenkopf, den man am besten im Ofen herausbraten lässt, in etwas Weißwein und mit Kartofferln. Vorher nehme man eine Sinfonie von Muscheln in (zu) weißweinhaltigem Sud, die Fuzˇi (Nudeln) mit Scampi und Pilzen sind auch zu empfehlen. Fleischtiger landen garantiert beim istrischen Bosˇkarin-Rind, das es hier als zarten Rindfleischsalat (warum mit Balsamico-Creme?), als Carpaccio oder Gulasch zu verkosten gilt. Das gehaltvolle Fleisch zeichnet das Rind aus. Die Weinkarte ist gut bestückt, die Olivenölkompetenz hoch. Preise? Calamari 60 Kuna (9 Euro), das Kilo Edelfisch kommt auf 50, das Steak auf 18 Euro. Schlafen? Stilvoll im neuen Hotel Palazzo, direkt an der Uferpromenade von Porecˇ.













