Fisch und Sonne
Erstes Frühlingsessen: Wir fahren zum „Milan“ nach Pula, dem wahrscheinlich besten Fischrestaurant Istriens.
Lust auf erste Frühlingssonnenstrahlen? Man kann’s ja nicht versprechen, aber normalerweise gibt die Sonne im Februar in Istrien erste Kostproben ihres enormen Erwärmungspotenzials. Nach einem Blick auf die Wetterprognosen also ab an die Adria, nur bitte nicht bei Bora. Da verblasen reale plus 15 zu gefühlten Minusgraden.
Bis zum Frühjahr ist Fischhochsaison, deshalb empfehlen wir den Ausflug nach Pula, mit seinem Fischmarkt in der Jugendstil-Markthalle im Zentrum. Der Markt ist kein romantischer Eye-Catcher (wie der in Venedig), aber bestens bestückt.
Hier bedient sich auch das für mich beste, geradlinigste Fischlokal Istriens, das Milan. Das Hotel-Restaurant liegt abseits vom Zentrum, ist gemütlich-elegant eingerichtet, am Entree „grüßt“ die gut sortierte Fischtheke. Vorab wird sensationelles Brotsortiment (Mohngrissini!) und frisches Olivenöl zum Tunken serviert, dann die perfekte Sarde in Saor und frischer Tunasalat. Die zarten Jakobsmuscheln schmecken nach Meer, beim Scampirisotto fanden wir den Reis etwas überbuttert.
Die marktfrische, zarte Rotbarbe mit ihrem fein fischigen Aroma ist eine Sache für Kenner, hier wird sie mit köstlichem Mangold und Salzkartofferln serviert. Eine Augenweide im Milan ist auch der Dessertwagen mit seinen üppigen Torten.
Frischfisch hat auch in Istrien seinen Preis: Das Adriamenü mit fünf Gängen ist um 245 Kuna (35 Euro) aber wohlfeil. Tolle Weinauswahl, nette, einfache Zimmer.













