Istrischer Wilder
Und noch ein „Wilder“: Auch im „Monte“ in Rovinj feiert die Kreativität fröhlich genüssliche Urständ.
Istrien ist die Destination dieses Sommers: Kein wild speiender Vulkan kann uns die Fahrt dahin vermiesen, die Preise sind noch recht okay – und dass die Küche immer besser wird, entnehmen wir der Titelstory des aktuellen Alpe-Adria-Magazins (da gibt’s auch jede Menge Tipps für Essen & Logis).
Auch der „Gault Millau“ hat die Halbinsel längst entdeckt, er verteilt hier emsig Hauben, zwei davon an das stilvolle „Monte“, direkt unter der Basilica von Rovinj.
Danijel Dado Dekic ist „Patron und Cuisinier“, er pflegt eine regional inspirierte Kreativlinie, die aufwändigen Menüs kosten 55 bis 70 Euro, für Weinbegleitung sollte man 6 bis 10 Euronen einplanen.
Was bekommt man für dieses Geld? Erst einmal Originalität. Das Brot steckt in einem Stein, der Prsˇut ist um die Gabel gewickelt und Traube-bestückt, die Sardine (mit Koriander) kommt im Blechdoserl auf den Tisch. Die prächtig schwarze (leider zu harte) Krake wird von mildem Knoblauchpüree auf den Teller begleitet, den kurz gebratenen, etwas zu kompakten Tunfisch bedeckt das (obligate) Krenschaumhauberl, den Rochen gibt’s „in Barrique“ – in der Holzrolle, mit Spargel, Jakobsmuschel und Austernpilz. Ein intensiv, leicht salziges Gericht. Perfekt das krokante, 24 Stunden gegarte Spanferkel mit sensationellen, leicht säuerlich roten Rüben. Erfrischend: das Joghurt-Beeren-Dessert.
Fazit: Top-Küche, 16 Gault-Millau-Punkte erscheinen im Vergleich mit Österreich aber vielleicht ums Alzerl zu hoch .













