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Beauty | 14.10.2022

Naturkosmetik - Wie viel Natur ist wirklich drin?

Lippenbalsam aus Bienenwachs, Shampoo mit Aloe Vera und Gesichtscreme aus Mandelbutter – die Regale in den Drogerien sind voll von sogenannter Naturkosmetik. Die Produkte sollen Falten straffen oder das Haar voller und glänzender machen – und das mit der Kraft der Natur. Doch wie viel Natur steckt eigentlich in Cremes, Shampoos und Bodylotions, die im Naturkosmetik-Regal stehen? Wir zeigen in diesem Artikel, was hinter dem Begriff „Naturkosmetik“ steckt und welche Vorteile selbst hergestellte Naturkosmetik hat.

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Foto: pixabay.com

„Naturkosmetik“ ist kein geschützter Begriff

Trägt ein Produkt den Namen „Naturkosmetik“, heißt das erst einmal noch gar nichts. Denn der Begriff ist leider nicht geschützt oder definiert.

 

Die Folge: Hersteller können eine Creme beispielsweise mit ein bisschen Mandelöl oder Kakaobutter versetzen und sie dann als Naturkosmetik verkaufen – obwohl der überwiegende Teil der Inhaltsstoffe synthetisch oder künstlich ist.

 

Wenn man Naturkosmetik verwenden möchte, sollte man deshalb auf zertifizierte Label achten. Ehrlicherweise muss man aber zugeben, dass auch diese Label oft nur zu Werbezwecken dienen und lediglich eingeschränkt Orientierung im „Naturkosmetik-Dschungel“ bieten.

 

Naturkosmetik am besten selbst herstellen

 

Die sicherste Variante ist, sich Naturkosmetik selbst herzustellen. Mit Basiszutaten – wie Sheabutter, Nachtkerzenöl oder Sesamöl – lässt sich beispielsweise ganz einfach eine natürliche, wunderbar duftende Nachtcreme anrühren.

 

So kann man sicher sein, an seine Haut nur Naturprodukte zu lassen. Voraussetzung ist, dass die verwendeten Produkte biologisch und möglichst achtsam hergestellt wurden.

 

Glücklicherweise gibt es in Österreich mittlerweile einige Hersteller, die diese Kriterien erfüllen. Auf Tiroler-Kraeuterhof.com findet man beispielsweise eine große Auswahl an hochwertigen Naturprodukten.

Welche Vorteile hat selbst hergestellte Naturkosmetik?

Wer sich dafür entscheidet, Naturkosmetik selbst herzustellen, tut nicht nur seinem Körper und seiner Gesundheit einen Gefallen, sondern auch der Umwelt und den Tieren. Wir zeigen im Folgenden, welche Vorteile es hat, Naturkosmetik selbst herzustellen.

 

Natürliche Inhaltsstoffe für Haut und Haare

Liest man die – oft winzig klein gedruckte – Liste der Inhaltsstoffe von herkömmlicher Kosmetik durch, fällt als erstes der Umfang auf: Die Produkte enthalten meist sehr viele Einzelstoffe. Das ist deshalb problematisch, weil jeder einzelne Stoff potenziell eine Allergie auslösen kann.

 

Das Risiko für Allergien ist besonders hoch, weil die meisten dieser Stoffe synthetisch hergestellt werden. Die Moleküle dieser Stoffe werden im Labor kreiert und kommen nicht in der Natur vor. Erkennbar ist das an den teilweise unaussprechlichen Namen, die in der Inhaltsliste zu finden sind.

 

Bei Naturkosmetik – vor allem wenn man sie selbst herstellt – ist die Liste deutlich kürzer. Kakaobutter und Jojobaöl beispielsweise – das war´s. Somit hat man einen viel besseren Überblick darüber, was man seiner Haut zumutet.

 

Keine bedenklichen Stoffe für die Umwelt

Bei der Herstellung herkömmlicher Kosmetik, werden – wie oben erwähnt – viele künstliche Stoffe im Labor produziert. Diese sind nicht nur für die Haut, sondern auch für die Umwelt problematisch.

 

Beispielsweise können Phtalate – also Weichmacher - in den Wasserkreislauf gelangen und den Hormonhaushalt von Mensch und Tier stören.

 

Obendrein werden Tonnen von Abfall für Tiegel, Flaschen und sonstige Verpackungen im Rahmen der Kosmetikindustrie produziert. Rührt man sich die Tagescreme also selbst an und verwendet dafür natürliche Zutaten, leistet man einen großen Beitrag für die Umwelt.

 

Keine Tierquälerei

Die Kosmetikindustrie fügt den Tieren auf dieser Welt seit Jahrzehnten unsägliches Leid zu. Um die Sicherheit neuer Stoffe für ein kräftigeres Rot im Lippenstift oder ein trendiges Grün im Lidschatten zu testen, werden grausame Tierversuche durchgeführt.

 

Dazu kommt, dass die meisten herkömmlichen Kosmetikprodukte Palmöl enthalten. Um Palmölplantagen anzulegen, werden jedes Jahr riesige Flächen an Regenwald abgeholzt – die Heimat vieler Tiere, unter anderem Menschenaffen.

 

Naturkosmetik, aus natürlichen Zutaten selbst hergestellt, hilft also auch, Tierversuche und Tierquälerei zu vermeiden.

 

Fazit

Naturkosmetik ist als Begriff nicht geschützt. Deshalb sollte man beim Kauf von Cremes, Shampoos und Pflegeprodukten sehr genau auf die Inhaltstoffe achten.

 

Eine gute und sichere Alternative ist es, seine eigene Naturkosmetik aus wenigen, hochwertigen und natürlichen Zutaten herzustellen. Damit tut man nicht nur dem eigenen Körper etwas Gutes, sondern auch der Umwelt und den Tieren.