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Lifestyle | 15.03.2019

Diese Sportarten begeistern die Frauenwelt

Breitensport ist längst ein Bereich, in dem Frauen auch sehr erfolgreich aktiv sind.

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Frauenfußball wird auch in Österreich immer beliebter - die Österreichinnen lassen es in der Nationalmannschaft und in der Bundesliga ordentlich [email protected]

Damen-Fußball in Österreich

Wie lange hieß es, dass der Fußball nur den Männern zusteht? Mädels wurden auf den Schulhöfen oder nachmittags auf dem Bolzplatz seltsam angeschaut, wenn sie es sich wagten, sich den Ball zu schnappen und die Jungs aus zu dribbeln. Glücklicherweise hat sich das Blatt längst gewandelt und der Fußball hat in der gesamten Breite weibliche Teams sowie begeisterte Fans bekommen. Hier gilt:

  • Kleine Vereine– die meisten Vereine bieten heute zumindest das gemischte Training an, je nach Nachfrage und Vorhandensein ausreichender Jugendlicher gibt es auch Mädchen- oder Frauenmannschaften.
  • Fußballligen– Es gibt zwei Bundesligen. Die ÖFB Frauen-Bundesliga ist die Erste Liga, die den Meister ausspielt. Dann kommt die 2. Liga. Darunter folgen die Landesligen, wobei jeder Teil Österreichs eine eigene Liga hat.
  • Nationalmannschaft- seit 1990 gibt es eine Frauen-Nationalmannschaft, bei der EM 2013 war die Nationalmannschaft zum ersten Mal in der Endrunde vertreten. 2017 ging es dann schon bis in Halbfinale, was unter anderem Torfrau Manuela Zinsbergerzu verdanken war.

Es gibt durchaus schon einige Rekordspielerinnen und Rekordschützinnen auf der Nationalmannschaftsebene:

  • Nina Burger- von 2005 bis 2019 spielte sie 108 Mal für die Nationalmannschaft und führt somit auch die Torschützinnenliste an.
  • Sarah Puntigam- sie spielte insgesamt 93 Mal für Österreich und schoss 13 Tore.
  • Gertrud Stallinger- nur 56 Spiele reichten für sie aus, um auf Rang 2 der Schützinnenliste zu stehen. 30 Tore stehen auf ihrem Konto.

Damen-Tennis 

Im Tennis sind Damen schon lange vertreten. Hier brauchen sie sich wahrlich nicht zu verstecken, dennoch ist auch Damen-Tennis mit ein wenig Skepsis in den Breitensport einzuordnen. Häufig erheben die guten Vereine höhere Beiträge, wodurch wiederum viele interessierte Spielerinnen ausgeschlossen werden. Trotzdem zeichnet sich in Österreich ein positives Bild ab, denn im Fed-Cup stiegen die ÖTV-Damen erst vor Kurzem wieder auf. Trotzdem ist noch nicht ganz sicher, ob die damalige Krise überwunden ist:

  • Problem- es fehlen gerade bei den jüngeren Spielerinnen Trainer, die auch Erfahrung vorweisen können. Zudem funktioniert wohl die Zusammenarbeit mit dem Landesverband nicht zuverlässig.
  • Verhalten- zumindest laut der ÖTV-Sportkoordinatorin liegt der geringe Erfolg auch an dem fehlenden Konkurrenz- und Kampfeswillen der jüngeren Spielerinnen.

Dass die Probleme längst nicht behoben sind und es wohl noch einige Zeit dauern wird, zeigt auch ein Blick auf die Weltrangliste im Tennis. Barbara Haas ist auf Rang 179 mit 322 Punkten so ziemlich allein auf weiter Flur. Erst auf Rang 276 folgt Julia Grabher.

 

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@pixabay.com

Wintersport

Im Wintersport sind die österreichischen Damen natürlich erfolgreich vertreten und auch auf der Breitensportbasis sind die winterlichen Sportarten beliebt. Viele Sportlerinnen stehen schon von der Kindheit an auf den Brettern und entdecken ihr Talent zumeist recht spielerisch. Und wer nun das Glück hat, in den richtigen Wintersportgebieten zu leben und mühelos in der Freizeit auf die Piste kann, der kann sich natürlich behaupten. Aktuell ist der Ski Alpin Weltcup in den letzten Zügen und natürlich waren auch hier Frauen mit dabei:

  • Mirjam Puchner- bei der Soldeu-Abfahrt in Andorra gewann sie die Abfahrt. Es ist ihr zweiter Sieg überhaupt, allerdings wird sie nun wieder eine gesundheitliche Pause einlegenmüssen. Beim anschließenden Reisenslalom stehen die Chancen für die Österreichrinnen eher schlecht. Die Quote für Katharina Truppe liegt laut betway bei 67,00.
  • Christina Hengster- sie schaffte es im Bob bei den letzten olympischen Winterspielen auf Rang 10. Bei der heimischen WM in Igis gewann sie mit dem Team zusammen Bronze und erreichte den dritten Platz der Weltcup-Gesamtwertung.
  • Skispringen- Daniela Iraschko-Stolz gewann das Springen in Oslo. Allgemein zeigt sich das österreichische Springteam als sehr erfolgreich.
  • Snowboarden- hier sticht Anna Gasser mit heraus. Sie startet im Slopestyle und Big Air, hat bereits zwei Mal die X-Games gewonnen, ist Weltmeisterin und Olympiasiegerin. Außerdem gelang es ihr als erste Frau überhaupt, einen Triple Cork zu springen.

Das ist freilich nur eine kleine Auswahl, denn wenn es um Wintersport geht, sind die österreichischen Frauen eigentlich immer mit dabei. Zudem begeistern sich nach wie vor viele Frauen dafür, selbst einmal in sie Skier in die Hand zu nehmen.

Judo

Judo gehört mit zu den beliebtesten Kampfsportarten Österreichs. Der Sport kann als klassischer Wettkampfsport ausgeübt werden, für den es mehrere Ligen gibt, bis es zur Damen-Bundesliga hinaufgeht. Die Bundesliga gibt es nun seit 2016, wobei zuvor schon eine andere Meisterschaft ausgetragen wurde, die jedoch allgemein nicht den Zulauf hatte. Aber auch international gibt es immer wieder Erfolgezu verzeichnen:

  • Oberwart- Mitte Februar schafften Michaela Polleres und Bernadette Graf den Sprung auf Platz 1 und 2.
  • Düsseldorf- beim Grand Slam in Düsseldorf gelang Bernadette Graf der Sprung auf den dritten Rang.
  • Marrakesch- hier gelang Graf der fünfte Platz.

Die einzelnen Turniere gehören zur World Tour, die aus anderen Sportarten gut bekannt ist.

Viele Frauen, aber auch junge Mädchen hadern weiterhin mit sich, ob sie einen bestimmten Sport ausüben können. Natürlich können sie das, denn vielfach ist »einfach machen« der erste Schritt zum späteren Erfolg. Zudem gibt es so viele verschiedene Sportarten, dass jeder einen Sport finden kann, für den er Talent, Lust und Willen hat.