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Lifestyle | 11.10.2019

Köchelei mit Michael Sollbauer

WAC-Kapitän Michael Sollbauer feiert seine zehnjähriges Jubiläum in Wolfsberg. Abseits des Fußballfeldes ist der Jungpapa für gesunde Küche, aber auch Burger zu haben. Wir haben mit Michael Sollbauer gekocht

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Michael Sollbauer mit Redakteurin Gabriele Köchl © Helge Bauer

Da steht eine spannende Saison an: Michael Sollbauer feiert in seiner zehnten Saison mit dem Wolfsberger AC seine Europacup-Premiere: Für den gebürtigen Klagenfurter ist es eine glückliche Fügung. „Das hätte ich mir nicht besser aussuchen können“, so das WAC-Urgestein. Auch privat gibt es jede Menge Glücksmomente, Sollbauer und seine Frau Vanessa sind seit neun Monaten Eltern des kleinen Moritz. Die Küche ist für den WAC-Star auch kein fremdes Terrain: Auch zu Hause stehen er und Vanessa gerne gemeinsam am Herd. „Gesunde Ernährung ist mir sehr wichtig“, erzählt Sollbauer. Der Herbstsalat kommt da ganz nach seinem Geschmack. Neben dem Kochen bleibt auch genug Zeit für ein entspanntes Gespräch.

MONAT: 10 Jahre WAC, 15 Jahre Fußball, wie geht es einem da, ist das gefühlt eine lange Zeit?
Michael Sollbauer: Ja, das ist schon eine lange Zeit, aber da bin ich richtig glücklich damit, es ist auch eine schöne Zeit gewesen, und sie ist noch nicht zu Ende, ich bin mittendrin, und jetzt mit unseren Erfolgen richtig stolz auf das, was wir geschafft haben und bestimmt noch schaffen werden.

Das heißt du fühlst dich gerade richtig gut und stark, aber wie geht es dir mit Niederlagen, trägt man das mit nachhause, in die Partnerschaft, in die Familie?
Michael Sollbauer:Na sicher bin ich immer emotional an Erfolge oder Misserfolge gekoppelt, das kann ich ja nicht ablegen, wenn ich den Fußballplatz verlasse. Natürlich bin ich manchmal auch angespannt und nicht so gut drauf, aber ich denke das ist bei jedem anderen mit einem Bürojob zum Beispiel auch nicht anders.

Würdest du deinen Job generell als familientauglich bezeichnen oder ist es eher schwierig, immer unterwegs zu sein an den Wochenenden?
Michael Sollbauer:Ich verbringe viel Zeit mit meinem Sohn und meiner Frau, vielleicht nicht gerade am Wochenende, denn da bin ich ja unterwegs, aber zwischen den Trai- ningseinheiten bleibt da wirklich genü- gend Zeit und das ist schön. Die Geburt unseres Sohnes hat mich sehr berührt und uns als Familie sehr gefestigt. Spontan irgendwohin zu fahren ist vielleicht etwas schwierig, wir haben ja vorgege- benen Urlaub, einmal um Weihnachten und dann im Sommer, wenn Pause für alle ist.

 

 


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Fußballstar mit Modelqualitäten: Michael Sollbauer: ©Helge Bauer

Du hast mir erzählt, dass ihr sehr auf eure Ernährung achtet, als Sportler ist das ja essentiell, kocht ihr auch zuhause?
Michael Sollbauer:Ja, Ernährung, das ist schon so was, damit beschäftigen wir uns viel, meine Frau und ich, wir kochen auch gerne ge- meinsam. Vor allem jetzt mit unserem kleinen Sohn, er ist gerade 9 Monate alt geworden und fängt jetzt auch langsam an zu essen, da wollen wir schon schau- en, dass das gleich was Gutes ist.

Das heißt es gibt im Hause Sollbauer und auch unterwegs nur Gesundes?
Michael Sollbauer:Nein, also ich mag schon auch mal eine Pizza und einen Burger, das ist sicher nicht so, dass wir nur Salat und Gemüse essen, aber alles in Maßen sage ich immer, dann passt das schon. Man merkt ja selbst körperlich, was einem nicht guttut.

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Salat steht bei WAC-Kapität Michael Sollbauer ganz oft am Speiseplan © Helge Bauer

Nicht gutgetan hat wohl auch die Information, dass im Wörthersee-Stadion in Klagenfurt ein Wald als Kunst- werk steht, und dass der WAC seine Spiele verlagern muss?
Michael Sollbauer: Tja, ja was soll ich sagen, Kunst hat natürlich ihre Berechtigung. Aber eigentlich macht es uns als Verein schon ein wenig traurig, dass wir jetzt nach Graz ausweichen und nicht in Kärnten als Kärntner Club spielen können. Da hätte die Stadt Klagenfurt etwas flexi- bler reagieren können und das Projekt um ein paar Monate verschieben, so dass beides möglich gewesen wäre zum Beispiel. Aber da gab es keinerlei Bemü- hungen und so fühlen wir uns eben samt unserer Leistung nicht wirklich wertge- schätzt. Gratis Shuttlebusse mit Unterstützung des Landes Kärnten organisiert der WAC jetzt selbst, und doch ist es nicht dasselbe, es wären ganz sicher viel mehr Einheimische gekommen, wenn wir in Klagenfurt spielen könnten. So wandert der Sportstadt Klagenfurt nach dem Beachvolleyball auch der Fußball ab, ich bezweifle, ob das die richtige Entwicklung ist.

Wie lange willst du noch beim WAC spielen, und nach deiner Fußballerkarriere, gibt es da schon einen Plan?
Michael Sollbauer: Ich bin extrem stolz auf das, was ich bisher geschafft habe, 10 Jahre bei einem Verein, das ist ja fast wie eine Familie für mich, und unser Erfolg zurzeit ist sowieso unglaublich inspirierend. Ich denke ehrlich gesagt noch nicht über das Ende meiner Karriere nach, und wenn es einmal so weit sein sollte, wird sich schon etwas ergeben, es wäre natürlich schön im Sportbereich zu bleiben, aber wie ge- sagt ich lebe zu sehr im Hier und Jetzt um darüber zu spekulieren.

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Neben dem Fußball gehört seine zweite Leidenschaft den Tatoos. Ein Motiv war ihm besonders wichtig: Die Mutter Maria auf meinem Oberarm", erzählt Michael Sollbauer ©Helge Bauer