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Lifestyle | 29.01.2021

Plagiatsworwurf gegen Diplomarbeit

Villacher VP-Stadtrat Peter Weidinger legt seinen Magister-Titel zurück

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Nationalrat und Stadtrat in Villach: Peter Weidinger muss sich einem Plagiatsvorwurf stellen ©ÖVP Nationalrat

"Plagiatsjäger" Stefan Weber. Zuletzt hat er mit der Untersuchung der Diplomarbeit von Christine Aschbecher für deren Rücktritt als Ministerin gesorgt. Nun ist der nächste Politiker an der Reihe. Weber hat  die Diplomarbeit von Peter Weidinger, Villacher VP-Gemeinderat und Nationalratsabgeordneter, unter die Lupe genommen. Das Ergebnis fiel wenig erfreulich aus. So werden Plagiatsvorwürfe laut.

Anpatzerei! Den Berichten der " Kronen Zeitung"  zufolge wären nicht weniger als 30 Textfragmente als "Plagiate" (Anm. Als Plagiat wird der Diebstahl geistigen Eigentums beziehungsweise die Übernahme fremder Gedanken in den eigenen Text, ohne sie als solche zu kennzeichnen verstanden) zu werten.Der Villacher übernahm  die "volle Verantwortung" und legte umgehend seinen Magister-Titel zurück. "Ich habe sofort in der Universität Graz angerufen und meinen Titel zurücklegen lassen, sowie die Universität aufgefordert ein Prüfverfahren einzuleiten", sagt er. Dass seine Diplomarbeit von Gutachter Stefan Weber geprüft werde, war ihm nicht bekannt, er war gerade in seinem Büro, als er einen telefonischen Hinweis bekommen hat. Entsprechende Unterlagen wären den Medien zugespielt worden. Weidinger: "Natürlich ist das alles sehr schmerzlich für mich. Ich habe die Diplomarbeit im Jahr 2003 vor 18 Jahren verfasst und kann mich nicht im Detail erinnern, welche zitierten Textstellen hier gemeint sind." 
In einer ersten Reaktion meinte Weidinger, es gehe ums Anpassen.

Vergleich mit Aschbacher schmerzt.  Schmerzlich sei für ihn auch der in einer österreichischen Tageszeitung gezogene Vergleich mit der ehemaligen Ministerin Christine Aschbacher, die ihre Doktorarbeit in der "Jetzt-Zeit mitten in einer Krise in der Slowakei" verfasste. "Das sind zwei paar Schuhe", schließt Weidinger.