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Lifestyle | 09.01.2020

Auf dem Weg zum Titel

Österreichs Chancen bei der Fußball EM

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Fußball und seine Herausforderungen: Während Deutschland immer wieder als Fußballnation gehandelt wird, ist der Nachbar Österreich noch im Trainingsmodus. Für die bevorstehende Europameisterschaft, die 2020 ausgetragen wird, läuft sich die Nationalmannschaft aktuell warm. Doch sind die Chancen auf die Teilnahme und den Titel noch möglich?

Im kommenden Jahr werden sich die europäischen Länder wieder vereinen, um den Europameister im Fußball zu küren. Bereits acht Spiele hat Österreich in der Qualifikationsrunde bereits gespielt. In der Gruppe G reihen sich neben dem deutschen Nachbarland noch Polen, Israel, Slowenien, Nordmazedonien und Lettland ein. Bis November 2019 ziehen sich die Qualifikationsspiele, die viel Raum für Spekulation lassen.

Die vergangenen Spiele sorgten für gemischte Gefühle. Im letzten Spiel gegen Polen brachten es die Österreicher auf ein Unentschieden. Laut Punktevergabe ist dies ein zu verzeichnender Sieg, doch der Vorsprung zu den anderen Gruppenteilnehmern verringert sich zunehmend. Um sich auf die verbleibenden Spiele zu konzentrieren, können noch EM-Wetten bei William Hill gesetzt werden. Aktuell befindet sich Österreich auf Platz 2 der ÖFB-Gruppe. Kann das Team seine Möglichkeiten nutzen und in der EM ihr Können unter Beweis stellen?

Vergangenheit ist noch jung

Hinsichtlich der Teilnahmen bei der Europameisterschaft ist die sportliche Vergangenheit der Nationalmannschaft noch recht jung. Erst 2008 nahmen Schweiz und Österreich an dem Turnier teil. Unter dem Motto „Erlebe Emotionen“ wurde Veranstaltung gleichzeitig zum ersten Mal in dem Land von Sissi und Kaiser Franz ausgetragen. Acht verschiedene Städte waren als Gastgeber auserwählt worden und zogen mehr als 1,10 Millionen Menschen an.

Leider war zum Auftakt den Gastgebern kein Erfolg garantiert. Bereits in den Vorrunden flog die Nationalmannschaft aus dem Rennen und musste Spanien sowie Deutschland den Platz im Finale übergeben. Als Sieger ging am Ende Spanien aus dem Match mit 1:0 hervor. 2012 konnte sich das Team erst gar nicht für einen Platz im Turnier erspielen, während 2016 in Frankreich ebenfalls das Aus in der Gruppenphase geschah. Ob eine Qualifizierung in diesem Jahr möglich ist?


 

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Hoffnung bleibt

Im Gegensatz zum Nachbarland Deutschland sind die Spiele der österreichischen Nationalmannschaft weniger von Erfolg gekrönt. Während Deutschland bereits dreifacher Sieger ist und sich mit Spanien den Platz als Rekordhalter teilt, ist dieser Traum noch in weiter Ferne. Dennoch müssen sich Aleksandar Dragovic, Philipp Lienhart und deren Teamkollegen keine Sorgen machen. Aller Anfang ist schwer und die vergangenen Höhepunkte der Mannschaft lassen einen Hoffnungsschimmer am Horizont erscheinen.

Bereits in den Jahren 1927 und 1930 belegte das Team im Vorläufer des Europapokals den zweiten Platz im gesamten Turnier. Wenige Jahre später bei der Austragung 1931/1932 schaffte es die Mannschaft sogar auf das Siegertreppchen. Ein Erfolg, der zum Aushängeschild der Nation wurde. Schon im Folgejahr sicherten sich die Spieler wieder den zweiten Platz. Im Rückblick lassen sich die 30er Jahre als erfolgreichstes Jahrzehnt der Sportgeschichte beschreiben. Anschließend mussten sich die Spieler mit Teilnahmen in den Vorrunden zufriedengeben.

2020 ergattern die jungen Spieler neue Chancen, die noch nicht verschenkt sind. Ihre bisherigen Leistungen lassen noch alle Optionen offen und könnten für eine Wende in der ausbleibenden Erfolgsgeschichte sorgen. Ein Pluspunkt für die Mannschaft: Der Druck in Österreich ist nicht annähernd so hoch wie in der Fußballnation Deutschland. Zwar müssen die Mannschaftsmitglieder gleiche Leistung erbringen, doch der Blick der Medien ist entspannter. Während Manuel Neuer und Co. unter erheblicher Beobachtung stehen, was ihr Spiel angeht, sieht man die Sache in Österreich deutlich entspannter.


Ärger aus den eigenen Reihen

Die Beeinflussung der Medien kann bei einer möglichen EM-Qualifizierung dennoch ein Thema werden. Als Stürmer Marko Arnautovic im Juli vom britischen Verein West Ham United zu Shanghai SIPG wechselte, wurde dies durch viele Berichte und Darlegungen der Millionengelder begleitet, die den Transfer begünstigten. Knapp 25 Millionen Euro soll der frühzeitige Vertragsbruch gekostet haben, während Arnautovic für sein Engagement in Shanghai knapp eine Viertelmillion Dollar pro Woche kassieren soll.

Dass Geld ein wichtiges Thema im Fußball ist, ist keine Überraschung. Dennoch ärgerte sich der österreichische Nationalspieler dermaßen über die Berichte und das Verhalten der Medien, dass er bei seinem Antritt in Shanghai einen Rundumschlag gegen die Medien vollzog. Die Kritik am Umgang mit seiner Person mag zwar berechtigt sein, doch könnte es sich auch negativ auf den weiteren Verlauf der Europameisterschaft auswirken, sollte sich Österreich ein Ticket ergattern können.

Martin Hinteregger macht Sorgen

Marko Arnautovic ist jedoch nicht der einzige Spieler, der aktuell für Bauschmerzen bei den Verantwortlichen und Trainern sorgt. Erst kürzlich musste sich Coach Franco Fonda wegen Innenverteidiger Martin Hinteregger verantworten. Aufgrund ausufernder Party-Eskapaden zu seinem 27. Geburtstag musste es sich Hinteregger für das Spiel gegen Polen auf der Bank gemütlich machen. Ein Einsatz war dem jungen Wilden nicht vergönnt.

Es ist nicht der erste Ausfall dieser Art von Hinteregger, der die österreichische Mannschaft in die Presse bringt. Bereits im Sommer kam es zu einem ähnlichen Vorfall, als der junge Spieler angetrunken über ein Volksfest schwankte und dabei gefilmt wurde. Sein Hausverein Eintracht Frankfurt sieht die Sache gelassen, doch für Österreich wiegen diese Schlagzeilen schwer. Es setzt noch mehr Druck auf die Leistung, die sie geben müssen.

Sportlichkeit siegt

Jedoch muss in aller Fairness gesagt werden: Die Nationalmannschaft bringt weitaus weniger Skandale auf den Tisch, als mancher Titelverteidiger. Hinsichtlich dessen sollte keine Befürchtung bestehen, dass mögliche Schlagzeilen Auswirkungen auf die Qualifikationsvergabe haben. Am Ende zählt das Spiel, welches die Spieler für sich entscheiden müssen. Noch wenige Möglichkeiten bleiben, um in die Europameisterschaft einzuziehen. Der Wunsch nach einer Wiederaufnahme des erfolgreichen Laufs der 30er Jahre wäre der Mannschaft zu wünschen.

Fotos: Pixabay