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Lifestyle | 21.12.2015

Weihnachtsbräuche sind bei Kärntnern besonders beliebt

Weihnachten rückt immer näher. Mit jedem Tag, der verstreicht, bleibt weniger Zeit für den Einkauf

Letztes Jahr haben Umfragen zufolge vor allem Geldgeschenke auf den Wunschzetteln relativ weit oben gestanden. Wer den einen oder anderen Euro verschenkt bzw. zu Gutscheinen greift, hat es natürlich leicht – und kann sich relativ schnell wieder den gängigen Advents- und Weihnachtsbräuchen widmen. Letztere sind in Österreich weit verbreitet. Aber nicht jeder Österreicher hält gleichermaßen viel vom festlichen Brauchtum. Während viele Menschen das Weihnachtsfest tatsächlich als etwas ganz Besonderes empfinden, gibt es natürlich auch Menschen, die sich dafür kaum interessieren.

Zu den ganz klassischen Bräuchen gehört in vielen Stuben der Adventkranz. Der ursprünglich in Norddeutschland entstandene Brauch bestand aus einem Kranz mit bis zu 24 Kerzen. Jede dieser Kerzen stand für einen Tag im Advent, die Adventssonntage wurden durch große Kerzen repräsentiert. Ebenfalls zwischen Feldkirch und Neusiedl am See zu finden ist der Barbarazweig. Blühen Kirsche oder Forsythie an Heiligabend, steht dies für Glück. Die Verbreitung und Pflege der Weihnachtsbräuche ist in Österreich aber nicht überall gleich. Einige Regionen sind einer Umfrage zufolge besonders bedacht auf die Pflege ihrer Bräuche.

Kärntner pflegen am liebsten Weihnachtsbräuche

Wer sind die Spitzenreiter in Bezug auf die Weihnachtsbräuche? Und wo ist die Vorfreude auf das Fest am größten? Grundsätzlich ist die Weihnachtszeit geprägt vom Miteinander. Nicht umsonst gilt Weihnachten als das Fest der Liebe und Besinnlichkeit. Viele Österreicher nutzen den Advent zum Besuch bei der Familie oder treffen sich mit Bekannten und Freunden auf dem Christkindlmarkt. Punsch, Glühwein und die vielen Leckereien, wie:

-       Marzipan

-       Schaumbecher

-       gebrannte Mandeln

-       Lebkuchen

versüßen die Wartezeit auf den Heiligen Abend. Grundsätzlich schätzen nahezu alle Österreicher diese Bräuche. Besonders stark ist das Brauchtum rund um die „stille Zeit“ und den Heiligen Abend aber scheinbar in Kärnten verwurzelt.

Laut einer Umfrage von PARSHIP ist es dabei egal, um welchen Brauch es sich konkret handelt. Kärntner entzünden den Adventkranz mit besonderem Enthusiasmus und sind auch beim Besuch des Christkindlmarkts gern mit dabei. Und natürlich ist in Kärnten auch der Weihnachtsbaum ein Brauch, den man gern und oft pflegt. Zusammen mit der Familie ist es jedes Jahr eine Freude, den Baum gemeinsam zu schmücken. Aber: Die Pflege der Weihnachtsbräuche darf nicht mit der Vorfreude auf die Weihnachtszeit verwechselt werden. Hier sind die Kärntner nicht ganz vorn mit dabei.

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Der Weihnachtsbaum ist ein Symbol für das Weihnachtsfest und wird von sehr vielen Menschen in Österreich aufgestellt. In punkto Schmuck gibt es natürlich sehr viele unterschiedliche Geschmäcker. © workerin (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

In der Steiermark ist die Vorfreude auf Weihnachten am größten

„Singet, o beglückte Nacht, du hast uns das Heil gebracht …“ – diese Zeile kennt man in Niederösterreich ganz sicher. Schließlich handelt es sich hierbei um ein bekanntes Weihnachtslied. Die Adventszeit ist das Warten auf die Ankunft des Christkinds – und damit eine freudige Zeit voller Erwartungen. Während Kärntner die Bräuche intensiv pflegen, ist die Freude in:

-       der Steiermark

-       in Niederösterreich und

-       im Burgenland

besonders groß. Absolute Spitzenreiter sind die Bewohner der Steiermark. Mit 75 Prozent Vorfreude auf Weihnachten liegt man hier deutlich über dem Gesamtdurchschnitt von 70 Prozent. Hier kann man es also kaum erwarten, den Weihnachtsbaum zu entzünden und einige wunderschöne Festtage zu verbringen.

Übrigens: Auch wenn Weihnachten das Fest der Familie ist und mehr als drei Viertel der Österreicher in diesen Tagen gern mit dem Partner und den Kindern zusammen sind – nicht jeder verbringt Weihnachten mit den Eltern. Beispielsweise wird in Vorarlberg der Heilige Abend nur von einem Drittel im Beisein der Eltern verlebt. Besonders ausgeprägt ist der Hang zum Elternhaus – zumindest an Heiligabend – übrigens bei den Singles. Mit 45 Prozent ist fast die Hälfte der alleinstehenden Österreicher im Elternhaus am Heiligen Abend zu Gast und feiert mit der Familie.

Weihnachten hat natürlich auch wirtschaftliche Bedeutung

Die Weihnachtszeit – also der Advent und die Tage kurz nach dem Heiligen Abend – sind traditionell der Familie und Freunden vorbehalten. Aber: Durch die Tatsache, dass Weihnachten auch mit Beschenken verbunden ist, hat die Zeit auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Wie in allen Ländern, in denen die Weihnachtszeit genau diese Rolle spielt, ist Weihnachten inzwischen zu einer Zeit geworden, welche der Handel erwartet.

Im Jahr 2014 setzte der Handel in Österreich mehr als 1,61 Milliarden Euro um – nur im Weihnachtsgeschäft. Und auch für 2015 ist wieder mit hohen Umsätzen zu rechnen. Erste Prognosen für das laufende Weihnachtsgeschäft gehen davon aus, dass dieses Jahr beim Handel wieder etwas stärker die Kasse klingelt. Besonders deutlich scheint dabei der Onlinehandel gegenüber dem letzten Jahr zuzulegen. Wo genau Weihnachten 2015 im Hinblick auf die wirtschaftliche Bedeutung landen wird, bleibt abzuwarten. Wenn sich der Trend 2014 wiederholt, sind die letzten Tage vor Weihnachten für den Handel noch einmal entscheidend.

Wirtschaftliche Bedeutung im Überblick:

-       Umsatz 2014:      1,61 Milliarden Euro

-       Prognosen gehen für 2015 von noch stärkeren Umsätzen aus

-       Die letzten Tage vor Weihnachten dürften entscheidend sein

Fazit: Österreicher lieben ihr Weihnachtsfest

Wer es bisher noch nicht auf den Christkindlmarkt geschafft hat, sollte sich beeilen. Denn der Heilige Abend ist auch dieses Jahr wieder schneller da als gedacht. In Österreich werden die Traditionen auch 2015 gepflegt und geschätzt. Kärntner sind hier besonders aktiv. Bei der Vorfreude ist die Steiermark aber der Spitzenreiter. Egal, wer mehr Freude an Weihnachten hat oder wo das Brauchtum besonders lebendig ist – Weihnachten bleibt ein Fest, das man in Familie verbringt, auch als Single. Für den Handel ist die Weihnachtszeit aber vor allem eines: Die wohl umsatzstärkste Zeit des ganzen Jahres. Und auch 2015 wird sich daran wenig ändern. Bliebt nur eines zu hoffen – dass es endlich schneit und wir das Christkind mit einer weißen Weihnacht begrüßen können. Leider wird sich in diesem Jahr eine solche Hoffnung wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bewahrheiten. Trotzdem sollte sich niemand die Freude an Weihnachten verderben lassen und das Fest mit all seinen schönen Bräuchen begehen.