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Lifestyle | 21.12.2016

Grün hilft im hohen Alter

Wer viel Gemüse wie Brokkoli oder Spinat isst, der kann sich später offenbar über ein besseres Gedächtnis freuen.

Grün hilft im hohen Alter (© Cover Media)
Grün hilft im hohen Alter (© Cover Media)

Popeye hatte also doch immer Recht: Spinat ist gesund! Aber das grüne Gemüse ist nicht nur nahrhaft, es soll laut Forschern der Universität von Illinois auch zu einem besseren Gedächtnis im Alter verhelfen.

Die Wissenschaftler stellten eine Verbindung zwischen einem Pigment, das sich in Blattgemüse, Kohlgemüse und Eidotter findet und der sogenannten "auskristallisierten Intelligenz" her - damit wird das Wissen, das ein Mensch im Laufe seines Lebens angesammelt hat, bezeichnet. Durch das Pigment könne diese Form der Intelligenz gespeichert werden und Menschen können sich länger an Dinge erinnern.

Für ihre Studie untersuchten die Forscher 122 gesunde Patienten zwischen 65 und 75 Jahren, die Probleme lösen und Fragen anhand eines Standardtests zur auskristallisierten Intelligenz beantworten mussten. Dazu entnahmen sie Blutproben, um das Blut auf Lutein (ein Stoff, der häufig in Blattgemüse vorkommt) zu untersuchen und scannten die Gehirne der Teilnehmer, um das Volumen verschiedener Hirnbereiche zu messen. Der Fokus lag dabei auf dem temporalen Cortex, einem Gehirnbereich, dem andere Studien eine zentrale Rolle bei der Erhaltung von auskristallisierter Intelligenz zusprechen.

"Vorherige Studien haben ergeben, dass der Luteinstatus einer Person mit der kognitiven Leistungsfähigkeit zusammenhängt", erklärte die Doktorandin Marta Zamroziewicz in einem Statement, das im Magazin 'Frontiers in Aging Neuroscience' veröffentlicht wurde. "Forschungen zeigen außerdem, dass Lutein sich in den grauen Zellen des Gehirns ansammelt. Diese Regionen sind bekannt dafür, dass sie für die Erhaltung der kognitiven Funktionen bei gesunder Gehirnalterung wichtig sind."

Laut den aktuellen Studienergebnissen haben diejenigen mit einem höheren Luteinspiegel im Blut auch dichtere graue Zellen. "Dies liefert den ersten Hinweis darauf, welche Hirnregionen bei der Erhaltung der auskristallisierten Intelligenz besonders eine Rolle spielen und wie sich Faktoren wie eine Diät auswirken", so Psychologieprofessor Aron Barbey. Wie herausgefunden wurde, schnitten Probanden mit einem höheren Luteinspiegel besser bei den Standardtests ab. Noch wissen die Wissenschaftler nicht genau, wie Lutein wirkt, man geht aber davon aus, dass es die Zelle-zu-Zelle-Kommunikation verbessert und eine entzündungshemmende Wirkung hat.

© covermg.com

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