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Lifestyle | 04.01.2018

Sharing ist günstig(er), Sharing macht Spaß - insbesondere beim Autofahren

Eine eigene Wohnung mieten, im eigenen privaten Büro arbeiten oder den schicken Wagen vor der Haustür sein eigen nennen - keine Frage, das ist sehr annehmlich, aber eben auch teuer. Es geht aber auch deutlich günstiger. "Sharing" lautet das Zauberwort, das auch in Österreich seit einiger Zeit in aller Munde ist. Inzwischen werden sogar Dinge des alltäglichen Lebens wie Gärten, Kinderspielzeug - das nach einigen Monaten eh zu langweilig geworden ist - oder Bekleidung mit anderen geteilt. Eines der beliebtesten "Teil"-Objekte ist und bleibt aber noch immer das Auto, und das aus gutem Grund.

Das eigene Auto - ein teures Vergnügen

Was könnte man nicht alles mit mehreren tausend Euro anstellen: In Urlaub fahren, sich einen riesigen TV oder eine neue Waschmaschine kaufen und obendrein ordentlich shoppen gehen. Vermutlich würde selbst dann noch einiges übrigbleiben, dass man als finanzielles Polster auf die Seite legen könnte. Viele Österreicher allerdings investieren diese stolze Summe in ein Auto und zahlen danach Monat für Monat für Kfz-Versicherung und -Steuer, Sprit und Wartung. Hinzu kommen außerplanmäßige Ausgaben, beispielsweise für eine Anhängerkupplung oder einen Fahrradträger - auch wenn man diese dank spezialisierter Anbieter inzwischen vergleichsweise günstig bekommt. Alles in allem summieren sich die Kosten schnell auf 5.000 bis 6.000 Euro im Jahr, so Christian Gratzer, Sprecher des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ), gegenüber news.at.

Wachsender Carsharing-Markt gut für Verbraucher

Deutlich günstiger wird es mit einem geliehenen Auto, z.B. von Car2Go. Das scheint für Menschen, die ihr Auto nicht regelmäßig nutzen, die Lösung schlechthin zu sein - insbesondere in Großstädten. Allein in Wien können knapp 1.300 Fahrzeuge geteilt werden, so Carsharing Wien. Auch wenn Wien mit dem Rückzug des Unternehmens Flinkster einen seiner vier Carsharing-Riesen verloren hat - und erst im Sommer den Anbieter Zipcar - ist Carsharing hierzulande nach wie vor ein großes Thema. Schätzungen zufolge machen bereits 200.000 Österreicher davon Gebrauch. Und das bewegt neue Anbieter wie die Wiener Firma Greenmove dazu, mit ihrem "Stadtauto" in der Branche tätig zu werden. Der Unternehmensberatung McKinsey zufolge soll der weltweite Markt für Carsharing sowie App-basierte Taxi- und Fahrdienste bis zum Jahr 2030 Umsätze in Höhe von rund zwei Billionen US-Dollar erzielen. Es ist also fast schon davon auszugehen, dass die Verbraucher in Zukunft von einem noch viel breiteren Sharing-Angebot profitieren können. Für Vielfahrer sind Angebote wie Car2Go mit knapp 80 Euro Tagessatz zwar nicht die beste Option. Für alle, die nur gelegentlich ein Fahrzeug brauchen, stellen sie im Vergleich zum eigenen Auto aber eine große Kostenersparnis dar. Und das Beste: Je nach gewählter Option, wird pro Minute oder stundenweise abgerechnet.  Bildrechte: Flickr Car2go smart GetMobility.de - Mobilität, Transport, Beförderung CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten