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Lifestyle | 24.10.2017

Wie Filme in Sachen Fashion den Ton angeben

Designer lassen sich von Filmbranche inspirieren

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Casino-Spielfilme haben den Anzug wieder populär gemacht © Pixabay

Die Modebranche ist wie jeder andere Sektor, in dem viel Kreativität verlangt wird, manchmal sehr fordernd und oftmals stressig. Da ist klar, dass auch mal den besten Designern die Ideen ausgehen. Viele Designer schwören bei einem Durchhänger auf eine Muse. Für Karl Lagerfeld war es Claudia Schiffer, für andere sind es die Filme von Wes Anderson, Hitchcock und andere geläufigen Namen aus der Filmbranche. So ist in der Zeit eine enge Beziehung zwischen den Branchen entstanden, die zu vielen großartigen Modekreationen geführt hat.

Der US-amerikanische Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor Wes Anderson, der für Filme wie The Grand Budapest Hotel bekannt ist, hatte schon immer einen besonderen Stil in seinen Filmen. Starke Kontraste und grelle Farben gehören zu seinem Markenzeichen, die einen Wes Anderson Film schnell von anderen Filmen unterscheiden. Das ist wohl auch der Modedesignerin Anna Suis aufgefallen, die im Herbst 2014 genau diesen Stil in ihrer Herbstkollektion aufnahm und so ein Hauch von Wes Anderson auf den Laufsteg brachte. Genau in demselben Jahr haben die Kostüme von Kostümdesignerin Trish Summerville in den Medien für reichlich Aufsehen gesorgt, als sie 2014 in „The Hunger Games: Catching Fire“ das erste Mal auf den Leinwänden erschienen. Pompöse Federkleider, gewagte Schnitte, ausgefallende Muster und eindrucksvolle Farbkombinationen sind auch hier nicht an den Modedesigner vorbeigegangen, vor allem, nicht an einem. Modedesigner Bruce Brown kreierte drei Monate nach der Filmausstrahlung seine Hebst Kollektion nach dem Geschmack von Summerville.

Das wohl bekannteste Kleidungsstück für Männer haben wir wohl dem Glanz und Glamour der Casinowelt zu verdanken. Während Frauen in eleganten Kleidern die Kartentische unsicher machen, gehört der Anzug zum Casino-Kult. Wem hat die Männerwelt seinen Kultstatus zu verdanken? Natürlich Robert De Niro, der im amerikanischen Spielfilm „Casino“ den Anzug zu dem Kultkleidungsstück gemacht hat, das es heute ist.

Wer ein Fan von den Casino Spielfilmen Ocean’s Eleven, Rounders, 21 oder The Hangover ist, weiß, dass in vielen der Casinos ein Anzug Pflicht ist. Doch nicht in allen Spielhallen von Las Vegas ist das so, denn man hat erkannt, dass Aussehen nicht alles ist im Casino. So haben sich zum Beispiel Trent (Vince Vaughn) und Mike (Jon Favreau) extra für einen Casinobesuch in Las Vegas herausgeputzt, um dann überrascht festzustellen, dass die meisten Gäste in normaler Kleidung rumlaufen. Auch wenn man sich einige Profi-Pokerspieler wie Matas Cimbolas oder Ben Wilinofsky anschaut, würde man hinter der Kleidung vielleicht sogar keinen Profi vermuten. Doch oft wird die Kleidung sogar als Teil der Strategie genutzt, um seine Gegner zu irritieren oder zu verunsichern. So trägt Jean-Marie Vandeborne etwa regelmäßig einen Schlabberlook mit Mütze, Sweatshirt und Jogging-Hose um Mitstreiter im Glauben zu lassen, er wäre „nur ein Internetspieler“.

Ein Genre, das eher weniger mit dem Kleidungsstil zu tun hat und dennoch in der Fashion von heute was zu sagen hat, ist Sci-Fi. Manche Sci-Fi Kinofilme bleiben nicht nur in den Köpfen und Herzen bestehen, sondern auch auf der Haut. Ikonische Szenen oder Figuren aus Spielfilmen wie dem Paten, E.T. oder American Psycho haben es mittlerweile auf viele Arme, Beine und Oberkörper geschafft. Falls Sie jedoch nicht zu den mutigen gehören, die sich gleich ihren Lieblingsfilm auf die Brust tätowieren wollen, greifen Sie stattdessen selbst zum Bleistift. Der nächste Herbst kommt sicherlich und wer weiß, ob dann nicht Sie für Schlagzeilen zu ihrem Lieblingsfilm sorgen.