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Lifestyle | 01.07.2019

Kärnten soll zur Oase für Unternehmer werden

Auf dem Weg zum unternehmerfreundlichsten Bundesland von ganz Österreich ist es nun nicht mehr weit. 2018 startete eine entsprechende Initiative in Kärnten, die Initiatoren Timo Springer (IV Präsident), Jürgen Mandl (WK-Präsident) und Sebastian Schuschnig (Landesrat) sind sich sicher, die Weichen gestellt zu haben, um die Region um Kärnten für die Zukunft zu entbürokratisieren.

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Quelle: https://pixabay.com/de/photos/ma%CC%88nner-angestellte-anzug-arbeit-1979261/ Freie kommerzielle Nutzung / Kein Bildnachweis nötig

Die drei Wirtschaftsexperten möchten Freiräume schaffen für Unternehmer, in Österreich boomt die Start-up Branche. Angestrebt ist eine Partnerschaft von Verwaltungsbehörden und Unternehmern mit einem möglichst geringen Maß an Bürokratie bei ökonomischen Aktionen.

 

Das sind Österreichs Durchstarter: Die erfolgreichsten Start-ups

Ganz klar liegen in Österreich die Branchen Life Science, Medien & IT und kreative Berufe im Trend. Besonders viele Internetauftritte kommen derzeit aus Österreich, auch viele Apps für Smartphone, Tablet und PC stammt aus der österreichischen Gründerszene. Die drei größten Start-ups der vergangenen Jahre aus Österreich sind:

- Runtastic, gegründet im Jahr 2009

2015 für 220 Millionen Euro von Adidas aufgekauft

- Shpock, gegründet im Jahr 2012

2015 nach Norwegen verkauft für eine nicht in den Medien bekannte Summe

- Bwin, gegründet 1997

Jahresumsatz derzeit 760 Millionen Dollar, mehr als 3.000 Mitarbeiter

 

In Österreich ein Unternehmen gründen: Was ist zu beachten?

Neben einer zündenden Idee als Grundvoraussetzung für ein eigenes Unternehmen, stehen jede Menge Überlegungen zu Versicherungsschutz im Haftpflicht-, Krankenversicherungs- und Personalbereich. Nicht zu unterschätzen bleibt die Konkurrenz am Markt. Gründer in Österreich sollten sich daher stets fragen: Was ist mein Alleinstellungsmerkmal? In welcher Region möchte ich mich mit meiner Idee selbständig machen? Wie viele Unternehmen derselben Branche gibt es in einem Umkreis von fünf Kilometern?

Vom Staat gibt es vielfältige Zuschüsse und finanzielle Vorzüge, Banken gewähren Neugründern häufig Kredite mit speziellen Konditionen. Auch ein Gespräch mit der Wirtschaftskammer kann sich lohnen um sich über Konsequenzen einer Selbständigkeit auf die Unfall-, Kranken- und Pensionsversicherung zu informieren. Die einzigartige NeuFöG Förderung gewährleistet Jungunternehmern in Österreich, dass staatliche Behörden in der ersten Zeit nach der Unternehmensgründung auf sämtliche fällige Gebühren verzichten. So haben auch Gründer ohne Eigenkapital eine faire Chance auf dem Arbeitsmarkt länger als fünf Jahre mit ihrem Unternehmen zu bestehen.

 

Der richtige Look – Kleider machen nach wie vor Leute

Bei jedem Gespräch mit Banken oder Behörden sollten Unternehmer unbedingt auf das passende Outfit achten. Auch wenn im eigenen Unternehmen ein legerer Look vorherrschend ist und auch der Chef nicht im Anzug zur Arbeit erscheint, ist dies bei Verhandlungen über Kredite oder bei Behördengängen zwingend notwendig. Es gelten die üblichen Kleidungsvorschriften für Männer und Frauen. Ziehen Sie keinen Smoking an und erscheinen Sie nicht im Minikleid! Achten Sie auch auf Kleinigkeiten wie etwa Manschettenknöpfe. Kein Entscheider würde es öffentlich zugeben, aber der erste Eindruck ist häufig entscheidend über einen positiven Ausgang der Gespräche.

Frauen sollten nicht zu stark geschminkt zu wichtigen Terminen erscheinen, Männer tragen die Haare gut frisiert aber nicht gegelt oder übermäßig gestylt. Verdecken Sie eventuelle Tattoos und achten Sie allgemein auf ein gepflegtes Äußeres. Es kann hilfreich sein, eine neutrale Person zu Gesprächen mitzunehmen. Im Zweifelsfall haben Sie im Nachhinein einen Zeugen, der eventuelle mündliche Absprachen bestätigen kann. Für mancherlei Kreditvergabe müssen alle Gründer eines Unternehmens anwesend sein und gemeinsam Unterschriften leisten. Legen Sie sich eventuelle Termine so, dass alle Entscheider Ihres Unternehmens an einem Tisch mit der Bank sitzen.

 

Wozu wird der Businessplan benötigt?

Zum einen halten in einem Businessplan alle Gründer eines Unternehmens ihre Ziele für die kommenden Jahre fest. Dazu zählen auch geplante Investitionen aus Eigen- oder Fremdkapital, die in den ersten Jahren nach der Gründung anstehen. Je nach Geschäftsform des Unternehmens haften die Gründer mit ihrem eigenen Vermögen oder lediglich mit dem Vermögen der Firma. Sollen in absehbarer Zeit Büroräume angemietet werden oder Leasing Verträge abgeschlossen werden?

Schreiben Sie diese in Ihren Businessplan! Schlussendlich sollten Sie auch alle Ihnen bekannten Möglichkeiten staatlicher Förderungen, Haftungsübernahmen und mögliche Zuschüsse festhalten. So können Sie auch in zwei oder drei Jahren immer wieder leicht selbst überprüfen, ob Sie mit Ihrem Betrieb auf dem richtigen Weg sind oder ob unterwegs einige Ziele Ihres Businessplans auf der Strecke geblieben sind. Möchten Sie einen Kredit für Ihr Unternehmen aufnehmen, benötigen Sie in jedem Fall einen aussagekräftigen Businessplan mit detaillierten Informationen zu Ihrer finanziellen Situation.

 

Mitstreiter finden

Ob ein Unternehmen von einer Einzelperson oder einer Unternehmergemeinschaft gegründet werden soll, muss jeder für sich selbst entscheiden. Beide Varianten bieten gewisse Vor- und Nachteile. Zumindest am Anfang ist es lukrativ für das Unternehmen, wenn viele Tätigkeiten von den Geschäftsführern selbst ausgeführt werden. Haben Sie dann nach einiger Zeit einen festen Kundenstamm rekrutiert, können Sie damit anfangen, Angestellte einzustellen. Über kurz oder lang benötigen Sie eine Bürokraft, die Schreibarbeiten und Kundenkorrespondenz für Ihr Unternehmen übernimmt. Eine Sekretärin kümmert sich aber nur selten um die Buchhaltung, weil die nötigen Fachkenntnisse fehlen. Als Nächstes sollten Sie sich nach fähigem Personal in diesem Bereich umsehen. Für den Anfang Ihres Unternehmens ist es aber völlig ausreichend, die Buchhaltung einer professionellen Software zu überlassen.