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Lifestyle | 31.07.2019

Gin aus Kärnten

Wer hätte es gedacht: Zwischen Nockbergen und Lavanttal destillieren und veredeln Top-Produzenten, was das Zeug hält und was die heimischen Rohstoffe hergeben. Von Melanie Lipic-Tscheppe

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Aromabombe. Herbert Müller aus Bad St. Leonhard verkostet seinen Gin: dominanter Wacholder, ein Hauch von Apfel und Lavendel. © www.manufaktur-mueller.at

„Ein Gin-Tonic bitte.“ – Noch vor ein paar Jahren erledigte der Barkeeper die Bestellung mit einem Nicken und wenigen Handgriffen. Heute kann es sein, dass die Bestellung durch ein umfangreiches Beratungsgespräch ausartet: Welcher Gin darf es denn sein? Welches Tonic? Gurkenscheibchen oder Zitronenzeste? Lieber ein Tumbler- oder ein Longdrinkglas? Ja, eine Gin-Tonic-Bestellung kann die Nerven von Gin-Neulingen strapazieren. Auf der anderen Seite werden keine Mühen gescheut – denn Gin ist nun einmal der König der Bars. Warum er heute „Everybody’s Darling“ zu sein scheint, ist schnell erklärt: „Von trocken über fruchtig und bitter bis hin zu süß: Die Vielfalt an Variationen, die Gin bietet, ist einzigartig“, so „Picco“ Wolfgang Radda, der in seiner Gates Lifestylebar in Klagenfurt über 70 verschiedene Ginsorten und 17 Tonics ausschenkt.

 

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Tollkühn. Bei Wolfgang Radda findet man die größte Gin-Auswahl der Stadt. Er selbst produziert auch Gin mit Rhabarber und Speck. © Felix Eder

Nie out

Dass Gin das Trendgetränk Nummer 1 ist und ständig neue Generationen von Aromen und Farben ins Glas drängen, hat auch mit den relativ lockeren Herkunftsregeln zu tun. Diplom-Sommelier Gerald Glinik erklärt: „Gin ist überall leicht herzustellen. Es gibt keine strengen Herkunftsregeln wie bei Cognac oder Tequila. Deshalb ist der Variantenreichtum so groß.“ Die Grundregel ist nämlich einfach: Alle Ginsorten müssen aus einem destillierten Basis-Alkohol (Getreide, Früchte, Kartoffel etc.) bestehen, der mit Wacholder und anderen pflanzlichen Rohstoffen wie Früchten, Kräutern oder Gewürzen – im Fachjargon: Botanicals – aromatisiert wird. Kein Wunder also, dass auch eine Reihe von ideenfreudigen Kärntner Produzenten kräftig mitmischen. Dabei besinnen sich die heimischen Produzenten auf ihre Wurzeln und veredeln die Wacholderdestillate mit dem Besten, was der Kärntner Boden und die heimischen Rohstoffe hergeben...

Alles über die Kärntner Top-Produzenten und die heimischen Gin-Trenddrinks 2019 lest ihr in der August-Ausgabe vom Kärntner MONAT. Jetzt im Handel. Cheers!