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Lifestyle | 22.05.2020

Red Bull

Eine österreichische Erfolgsgeschichte.

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© Ivan Garcia/Shutterstock

Es gibt ein paar Produkte, die einen solch durchschlagenden Erfolg hatten und haben, dass ihr Markenname zu einem Synonym für das Produkt an sich wurde. Dies ist beispielsweise bei dem Fön bzw. Haartrockner oder Tempo bzw. dem Taschentuch der Fall. Wenn es um Energydrinks geht, denken die meisten Menschen wohl instinktiv an Red Bull. Immerhin hat es der österreichische Konzern geschafft, durch gezielte Kampagnen eine weltweit bekannte Marke aufzubauen. Mittlerweile ist Red Bull allerdings viel mehr, als nur ein Brausehersteller. Das Unternehmen engagiert sich weltweit im Sport und agiert als Global Player in den verschiedensten Disziplinen. Wir werfen einen genaueren Blick auf die österreichische Erfolgsgeschichte von Red Bull.

Thailändischer Wachmacher und gezieltes Marketing

Kopf des Unternehmens ist Dietrich Mateschitz. Der Österreicher entdeckte 1982 auf einer Thailandreise den Energydrink Krating Daeng, was so viel wie Roter Stier bedeutet. Zwei Jahre später sicherte sich der findige Unternehmer die internationalen Lizenzrechte an dem Getränk und gründete die Red Bull GmbH. Von Beginn an setzte Mateschitz auf ein ausgefeiltes Marketing. Vor allem im Bereich der Funsport- und Clubszene avancierte das Red Bull bereits ab Ende der 1980er Jahre zum Szenegetränk. Dabei begleiteten Red Bull von den Anfängen an Gesundheitsdebatten um schlechte Haut oder Herzprobleme sowie langwierige Zulassungsverfahren. Doch gerade diese Diskussionen gaben Red Bull etwas reizvolles, sodass ein weiterer Hype um den Energydrink entstand. In Frankreich wurde das Getränk tatsächlich erst 2008 uneingeschränkt erlaubt.

Marketing-Pionier Red Bull

Seit Tag eins setzt Red Bull auf ein zielgerichtetes Marketing zum Aufbau der Marke. Der Slogan „Red Bull verleiht Flügel“prägte das Image des Energy Drinks über Jahre und wurde zu einem der bekanntesten Werbeslogans im deutschen Sprachgebrauch. Auch heute baut das Unternehmen noch immer auf den Slogan. Schon früh trat Red Bull als Veranstalter und Hauptsponsor von Fun- und Extremsportevents auf. Wie viel Geld das Unternehmen genau in Marketing und Sponsoring steckt, bleibt offen. Im Jahresabschluss wird dieses Budget unter dem Punkt „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ geführt und macht mit knapp 1,4 Milliarden rund ein Drittel des Gesamtumsatzes aus.

Fun- und Extremsport in allen Bereichen

Zu den populärsten, regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen gehören beispielsweise die Red Bull X-Fighters Serie im Motocross, das Red Bull Air Race oder die Weltmeisterschaft im Wingsuit fliegen. Zudem unterstützt Red Bull zahlreiche Athleten – vom Skateboarding über BMX bis hin zum Snowboarden. Aber auch andere Extremsportler können auf die Unterstützung des Unternehmens setzen. Der Österreicher Felix Baumgartner beispielsweise wurde bei seinem Weltrekordsprung aus dem Weltall umfangreich von Red Bull gesponsert. Das gesamte Wagnis lief unter dem Namen Red Bull Stratos ab. Zeitweise erreichte der Weltrekordversuch einen Markanteil von knapp 20 Prozent.

 

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Ein Beitrag geteilt von Adriana Matei (@hypewit) am Jan 14, 2017 um 6:40 PST

Red Bull im Fußball – bis in die europäische Spitze

Auch im Fußball hat Red Bull in den vergangenen Jahren nachhaltig Fuß gefasst. 2005 übernahm das Unternehmen die Lizenz von SV Austria Salzburg und änderte den Namen des Clubs in den FC Red Bull Salzburg um. Seitdem werden in Österreich auf nationaler Ebene regelmäßig Erfolge eingefahren. Doch Red Bull beschränkt sich nicht nur auf die österreichische Liga, sondern versucht auf allen Kontinenten mit einem Club Fuß zu fassen. 2006 wurden zudem die New York Red Bulls und Red Bull Ghana gegründet. Auch in der Brasilien ist das Unternehmen mit Red Bull Brasil in Sao Paulo tätig. Seit 2009 ist auch ein Club des Unternehmens in Deutschland aktiv. Zwar wurde das Engagement von RB Leipzig von der DFL stets kritisch beäugt, allerdings hat sich der Club innerhalb weniger Jahre zu einem der Topteams in der Bundesliga entwickelt. Das zeigen auch die Sportwetten von Betway, die RB mit einer Quote von 26,00 zum erweiterten Favoritenkreis auf den Titel der Bundesliga zählen. Unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann erreichte man nach der Hinrunde 2019/20 erstmals Herbstmeisterschaft.

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Ein Beitrag geteilt von RB Leipzig (@dierotenbullen) am Mai 15, 2020 um 3:00 PDT

Red Bull im Motorsport

Neben dem Fußball setzt Red Bull in Sachen Marketing auch stark auf den Motorsport. In diversen Rennserien- und Klassen ist das Unternehmen mit eigenen Rennställen am Start. Das Premiumprojekt ist eindeutig das Red Bull F1 Racing Team in der Formel 1. Hinzu kommt das Tochterprojekt Toro Rosso, welches als „Ausbildungsteam“ für Piloten der Red Bull Akademie dient. Zusammen mit Sebastian Vettel hat das Team in den 2010er Jahren eine beachtlichen Meisterserie hingelegt. Momentan ist der Rennstall mit Max Verstappen ebenfalls sehr talentiert aufgestellt. Zudem hat Red Bull 2005 die traditionsreiche Spielberg-Rennstrecke übernommen und nach umfangreichen Renovierungen als Red Bull Ring wiedereröffnet.

Innerhalb weniger als 30 Jahre hat es Red Bull geschafft, zu einem der größten Unternehmen Europas zu avancieren – und das nicht zuletzt aufgrund des innovativen Marketingkonzepts.