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Lifestyle | 20.08.2021

Alternativen zur Brille

Für wen sind sie geeignet?

Brillen gibt es in allen Farben und Formen. Und für manch einen ist die Brille mehr modisches Statement als Sehhilfe. Doch nicht jeder trägt seine Brille gern. Manch einer gefällt sich einfach besser ohne Brille. Andere stören sich daran, stets etwas auf der Nase zu tragen. Inzwischen gibt es zum Glück mehrere gute Alternativen zur klassischen Brille. Diese reichen von Kontaktlinsen bis zu Laseroperation. 

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Pixabay.com ©Skitterphoto CC0 Public Domain

Nicht jeder trägt seine Brille gern. Inzwischen gibt es zum Glück zahlreiche Alternativen zur klassischen Sehhilfe.

Von der Tageslinse bis zur dauerhaften Lösung durch eine Augen-Laser-OP – die Vor- und Nachteile der Alternativen zur Brille sollten gut gegeneinander abgewogen werden.

Kontaktlinsen – diese Voraussetzungen braucht es

Beinahe jede Form einer Fehlsichtigkeit kann mithilfe von Kontaktlinsen korrigiert werden. Dennoch sind Kontaktlinsen nicht für jeden geeignet. Damit das Tragen der Linsen auch über längere Zeiträume angenehm ist, müssen die Augen stets gut mit Tränenflüssigkeit befeuchtet sein. Menschen, die zu trockenen Augen neigen, empfinden Kontaktlinsen daher häufig als unangenehm.

Ein weiterer Punkt, der nicht jedem liegt, ist das Einsetzen und wieder herausnehmen der Linsen. Die meisten gewöhnen sich mit etwas Übung schnell daran, aber manch einer kommt auch langfristig nicht gut damit zurecht.

Ein großer Vorteil der Kontaktlinsen gegenüber der Brille ist, dass beim Tragen der Linsen auch der seitliche Blick ungestört ist. Darüber hinaus bleibt das Gesicht frei. Und im Sommer benötigt man keine Sonnenbrille mit Sehstärke.

Diese Arten von Kontaktlinsen gibt es:

  • Weiche Kontaktlinsen: Eine weiche Kontaktlinse zeichnet sich durch ihre Flexibilität aus. Diese erleichtert auch das Einsetzen und Herausnehmen der Linse. Weiche Linsen sind in der Regel größer als die sogenannten harten Linsen und dabei weniger durchlässig für Sauerstoff. Weiche Linsen sind als Tageslinsen, Wochenlinsen, oder Monatslinsen verfügbar.
  • Harte Kontaktlinsen: Eine andere Bezeichnung für die harten Kontaktlinsen ist formstabile Linsen. Diese Linsen bestehen aus Kunststoffen, die sauerstoffdurchlässig sind. Es ist wichtig, dass die harten Linsen sehr gut angepasst werden. Dann können sie über sehr lange Zeiträume genutzt werden und halten bis zu einem Jahr. Die harten Linsen sind vor allem für Menschen mit hoher Dioptrienzahl empfehlenswert.
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Pixabay.com ©Free-Photos CC0 Public Domain

Eine langfristige Alternative zur Brille kann eine Augenlaser-OP sein. Hier gilt es, sich vorab gut über die unterschiedlichen Techniken und Möglichkeiten zu informieren.

Augenlaser-Operation – darauf ist zu achten

Bei unterschiedlichen Sehschwächen kann eine Augenlaser-OP ein Leben ohne Brille ermöglichen. Es gibt verschiedene Verfahren und Techniken beim Augenlasern, die man kennen sollte, wenn man über einen operativen Eingriff zur Korrektur der Sehschwäche nachdenkt. Zu den gängigsten Verfahren beim Augenlasern gehören LASIK und LASEK.

LASIK

LASIK gehört zu den modernen Tiefenbehandlungen in der Augenlasertechnik. LASIK steht für Laser in situ Keratomileusis. Die Methode gilt als die bekannteste Augenlaser-Methode. Ein spezieller Laser schneidet einen dünnen Hornhautlappen, einen sogenannten Flap, aus dem Auge, der zur Seite geklappt wird. Ein weiterer Laser verändert anschließend das Gewebe. Wie genau das Gewebe verändert wird, hängt von der Art der Fehlsichtigkeit ab.

Schon 48 Stunden nach der OP kann in den meisten Fällen eine Verbesserung der Sehkraft festgestellt werden.

LASEK

LASEK heißt Epithelial Keratomileusis. Es handelt sich um eine Oberflächenbehandlung, mit deren Hilfe auch kompliziertere Fehlsichtigkeiten korrigiert werden. Auch bei einer dünnen Hornhaut kommt dieses Verfahren zum Einsatz. Bei dieser Technik wird nur ein Laser eingesetzt. Durch das Auftragen einer Alkohollösung wird eine dünne Zellschicht – das Epithel – gelöst. Nun kann die Hornhautschicht per Laser behandelt werden. Diese wird abhängig von der Fehlsichtigkeit neu geformt.

Wenige Stunden bis einige Tage nach dem Verfahren hat sich die Sehkraft wieder vollständig eingestellt. Eine spezielle Kontaktlinse schützt das Auge nach der OP und während des Heilungsprozesses.

LASEK gehört neben PRK zu den ältesten Augenlaser-Operationsverfahren.

Neben LASIK und LASEK gibt es weitere bewährte Behandlungsmethoden. Immer steht die Korrektur der Hornhaut im Vordergrund. Dicke und Krümmung werden mit feinen Laserstrahlen verändert.

Vor- und Nachteile einer Augenlaser-OP

Die Vorstellung, nicht mehr auf eine Brille oder andere Sehhilfen angewiesen zu, klingt für viele Menschen überzeugend und spricht für eine Augenlaser-Operation. Auf der anderen Seite ist die Vorstellung einer Operation am Auge vielen Menschen unheimlich. Und natürlich birgt eine Augenlaser-OP wie alle Operationen gewisse Risiken. So kann es zu einem Ausfall der Tränendrüse kommen, zu Augenschmerzen oder erhöhter Lichtempfindlichkeit. Auch Infektionen oder eine Hornhautverformung sind möglich.

Zudem müssen bestimmte Voraussetzungen vorliegen, damit eine Augenlaser-OP durchgeführt werden kann. Nicht möglich ist das Augenlasern bei bestimmten Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma, Erkrankungen des Immunsystems, Leber- oder Hornhauterkrankungen oder während der Schwangerschaft und Stillzeit.

Hält eine Augenlaser-OP wirklich für immer?

Ein großer Vorteil der Augenlaser-OP liegt in ihrer Langfristigkeit. Allerdings gilt es hier zu erwähnen, dass langfristig nicht unbedingt für immer bedeutet. Denn natürlich kann es auch nach einer Laser-OP vorkommen, dass sich die Werte der Fehlsichtigkeit wieder verändern. Und ab einem Alter von 40 Jahren kann darüber hinaus eine Altersfehlsichtigkeit auftreten. Erneut wird eine Sehhilfe notwendig oder man unterzieht sich einer Nachbehandlung.

Die Kosten einer Augenlaser-OP hängen maßgeblich vom angewendeten Verfahren und der Art der Fehlsichtigkeit ab. Und die Krankenkasse übernimmt nicht unbedingt die Kosten für eine solche OP, wenn nicht eine medizinische Notwendigkeit für den Eingriff besteht.

Fazit

Es gibt gute Alternativen zur Brille. Doch sollten diese unbedingt mit einem Augenarzt besprochen werden. Nur so kann sichergestellt sein, dass die nötigen Voraussetzungen für diese Alternativen gegeben sind.