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Lifestyle | 24.07.2020

Virenschutz fürs iPhone: Braucht man das?

Lesen Sie hier alles darüber!

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© Bild von hurk auf Pixabay

Tag für Tag gibt es Meldungen, dass schon wieder Benutzerinformationen gestohlen wurden - immer wieder liest man über neue Viren, Erpresser-Malware oder auch Hackerangriffe, die große Systeme lahmgelegt haben. Und auch wenn es so scheint, als könnte man keine Sekunde ohne Virenschutz im World Wide Web verbringen, wirbt Apple etwa damit, dass für das iPhone kein externer Schutz benötigt wird. Die Sicherheitsvorkehrungen aus dem Hause Apple würden ausreichend sein.

Doch kann sich der iPhone-Nutzer auf diese Aussage verlassen oder ist es nicht dennoch ratsam, eine entsprechende Antivirensoftware zu installieren?

Warum das Sandboxing Virenscanner unbrauchbar macht

Zu Beginn gab es für das iPhone wie iPad einen Malware-Scanner von Intego wie Avira. Doch der Wert war gleich zu Beginn sehr gering - denn Sicherheitstools sind aufgrund des Sandboxings kaum wirksam. Denn mit diesem Sicherheitstool, das von Apple entworfen wurde, werden die installierten Apps vom System abgeschirmt, sodass sie gar nicht auf andere Apps, die auf dem iPhone installiert worden sind, zugreifen können. Das heißt, ein iOS-Virenscanner ist gar nicht in der Lage, dass er das System auf Schädlinge scannt oder überprüft, ob die eine oder andere App frei von Viren ist oder nicht.

Aber geht hier Apple kein Risiko ein? Nein. Während etwa für Android auf jeder beliebigen Seite Apps runtergeladen werden können, gibt es für das iPhone nur Apps aus dem hauseigenen Apple Play Store. Das heißt, hier wird schon im Vorfeld aussortiert, ob es sich um eine schadhafte Software handelt oder nicht. Es besteht also in der Theorie gar nicht die Möglichkeit, sich eine schadhafte App auf sein iPhone runterladen zu können.

Problematisch wird es nur, wenn eine Datei per E-Mail übermittelt wird - über diesen Weg kann man sich sehr wohl einen Schädling einfangen.

Jailbreak lässt das Gefahrenpotential steigen

Wer nicht nur Apps aus dem Apple Play Store runterladen will, dem stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Ein Unternehmen könnte auf dem iOS-Gerät eine eigene App installieren - so beispielsweise auch eine Schadsoftware. Das ist jedoch ausgesprochen unrealistisch. Riskanter wird es dann, wenn das Gerät nach einem Jailbreak genutzt wird. Denn dieser Eingriff in das Betriebssystem erlaubt sodann die freie Installation - es spielt also keine Rolle mehr, ob die App im App Store ist oder nicht. Somit besteht die Möglichkeit, sich auch Schadsoftware auf sein iPhone installieren zu können.

Das ist auch der Grund, warum man besonders vorsichtig sein sollte, wenn man mit dem Gedanken spielt, sein iPhone derart zu verändern. Die Gefahr, die ein Jailbreak mit sich bringt, darf keinesfalls unterschätzt werden.

Wie erhöht man die Sicherheit ohne Antivirensoftware?

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© Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Befasst man sich mit den unterschiedlichen Virenscannern und  Möglichkeiten, so ist es ratsam, einen Vergleich anzustellen, um sodann für sich klären zu können, welche Produkte empfehlenswert sind und von welchen Anbietern man lieber die Finger lassen sollte.

Neben einer Antivirensoftware gibt es auch noch andere Tools, um sodann die Sicherheit seines Smartphones erhöhen zu können. Ideal ist unter anderem eine VPN Lösung. Mit einem entsprechenden VPN Dienst sichert man etwa seine Daten, da diese im Vorfeld verschlüsselt werden - das heißt, selbst die Region wird unkenntlich gemacht, da man mit einer anderen IP Adresse surft.

Jedoch ist hier Vorsicht geboten: Es mag sehr wohl einige VPN Anbieter geben, die ihre Dienste kostenlos zur Verfügung stellen, jedoch ist hier im Vorfeld zu klären, ob es sich a) überhaupt um einen seriösen Anbieter handelt und b) wie hoch das Datenpaket ist. Denn in einigen Fällen ist bei kostenlosen Anbietern das Datenvolumen begrenzt, sodass man in Wahrheit ein kostenpflichtiges Upgrade benötigt, um den Dienst so nutzen zu können, wie man sich das vorstellt.

Nutzer sollten dennoch vorsichtig sein

Auch wenn das iPhone nicht unbedingt mit einer Antivirensoftware ausgestattet werden muss, so ist es dennoch ratsam, vorsichtig zu sein - denn Schädlinge können auf die unterschiedlichsten Wege Unheil anrichten.

Das heißt, das Risiko eines Virenbefalls mag geringer sein, jedoch darf man nicht unachtsam sein - ein Restrisiko bleibt.